Wettbewerbserfolg in Wilhelmsburg

Im Frühjahr 2012 haben wir den Wettbewerb der Freien und Hansestadt Hamburg für den Neubau eines Verbrauchermarktes im Stadtteil Wilhelmsburg-Kirchdorf-Süd gewonnen. Den Facettenreichtum und die Vielfalt des Stadtquartiers begreifen wir als besondere Qualität und stellen uns der Herausforderung in diesem städtebaulichen Umfeld einen modernen, ökologisch ausgerichteten Verbrauchermarkt zu bauen.1

Unsere Planungen sehen einen modernen, verbraucherfreundlichen Lebensmittelmarkt vor, dessen tägliches Angebot durch einen gestalteten neuen Markplatz für rollende Markstände ergänzt wird. Die Produzenten dieser frischen Güter, wie Käse, Wurst, Fisch, Obst & Gemüse kommen alle ortsansässig aus der Süderelberegion.

Für den Hauptverkaufsraum haben wir einen quaderförmigen, lichtdurchfluteten und klar proportionierten Baukörper vorgesehen, der von zwei kleinen Annexbauten zur Nordseite des Grundstücks ergänzt wird. Im Süden gelegen ist die großzügige Parkplatzanlage, in deren Zentrum ein einzelnstehender Bäckerei-Pavillon mit Innen- und Außensitzplätzen zur Steigerung der Verweilqualität vorgesehen ist.

Umarmt und platzbildend sind die weiten 2-geschossigen filigranen Vordächer, die auch bei schlechtem Wetter eine hohe Außenraumqualität des Wohlfühlens erzeugen werden.

Diese raumgreifenden, ausladenden Dachüberstände und Vordächer auf zwei Ebenen, die zum Parkplatz hin u-förmig ausgerichtet sind, wenden in ihrer Südausrichtung der Hochhaussiedlung Kirchdorf-Süd zu. Diese Konnexität soll durch die Architektursprache des Gebäudes in der Makroebene untermauert werden: Symbolisch gesehen umarmen die markanten u-förmigen Vordächer des Marktes die Hochhaussiedlung. Doch vornehmlich soll räumlich ein offener Markplatz durch Schließung des Luftraumes gebildet werden, der in der Mikroebene eine hohe Aufenthaltsqualität unter den Vordächern sowie eine räumliche Einbindung der Marktstände am Markttag bieten wird.

Das Gebäude ist aufgrund seiner „performanceorientierten Betrachtung des gesamten Gebäudelebenszyklus‘“ und der Berücksichtigung aller Felder des nachhaltigen Bauens von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen - DGNB e.V. mit Gold vorzertifiziert worden.2

 

1 Vgl. das Gutachten: „Bestandsuntersuchung. Sprung über die Elbe – Stadtumbau West“ der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt aus dem Jahr 2005: http://www.stadtumbauwest.de/inhalte/Hamburg_Bestandsuntersuchung.pdf.

2 Zu der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen - DGNB e.V. vgl. http://p31628.mittwaldserver.info/_de/index.php.

 

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