Zentrales Impfzentrum in den Messehallen Hamburg

Mit der Konzeption und Errichtung des bundesweit größten und vielleicht auch schönsten Impfzentrums in den Messehallen A2 und A3 in Hamburg haben wir im November und Dezember 2020 einen Hoffnungsort und gleichzeitig einen Wohlfühlort geschaffen. Auf 15.800 m² sind bis zu 7.000 Impfungen pro Tag und der Einsatz von über 500 medizinischen Mitarbeitern möglich. Das aufwendig gestaltete Zentrum für Corona-Schutzimpfungen in den Hamburger Messehallen wird von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) betrieben, die Kosten lagen im zweistelligen Millionenbereich.

Aufgebaut ist das Impfzentrum wie ein Flughafen, aufgeteilt in acht jeweils 800 m² große autonome Impfmodule. Wer zum Impfen kommt, gelangt zunächst an die Anmeldung mit 96 Schaltern und von dort in 64 kleine Behandlungszimmer, die sogenannten Impfboxen. Hier finden die Vorgepräche und die Impfungen selber statt. Bei Bedarf stehen auch Ruhebereiche zur Verfügung, zuletzt passiert man eine Art Check-Out. Durch Bodenmarkierungen und Einbahnstraßenregelung wird dafür gesorgt, dass die Besucher sich einfach zurechtfinden und die nötigen Abstände einhalten. Auch die hohen Anforderungen zum Arbeitsschutz und die strengen Sicherheitbedingungen wurden bei der Planung und Umsetzung des Impfzentrums berücksichtigt. Das gilt auch für die Bereiche der Mitarbeiter mit Umkleiden, Duschen und Pausenräumen.

Dabei ist es uns gelungen, das Funktionelle bestmöglich mit dem Ästhetischen zu verbinden. Um dafür zu sorgen, dass die Besucher sich rundum wohl fühlen, wurden Einrichtung, Formen und Farben im „New Nordic“ Einrichungsstil ausgewählt, das Impfzentrum kommt daher skandinavisch modern und hell daher. Der Fußboden ist aus PVC mit Eichenholzoptik, damit die Liegen nicht so steril wirken, sind sie mit burgunderroten Überzügen versehen und auch die Stühle haben hellgraue Sitzflächen. Damit auch die Wände einwandfrei hygienisch daher kommen, sind diese aus kunststoffbeschichteten Holzfasern, die ebenen Flächen sind so sehr gut zu reinigen und zu desinfizieren.

Innerhalb von drei Wochen wurde Hamburgs zentrales Impfzentrum geplant und danach in weiteren drei Wochen von unserem qualifizierten Handwerkerteam und einem Messebauer aufgestellt. Um zudem einen wirklich problemlosen Ablauf zu garantieren, haben wir vorher die Anmeldung im Büro aufgebaut und sind die Abläufe mehrfach mit unseren Mitarbeitern durchgegangen. So konnten wir unsere Erkenntnisse berücksichtigen, um Staus zu vermeiden und alle Vorgänge so sicher und reibungslos wie möglich zu gestalten.

Das Impfzentrum hat Anfang 2021 seinen Betrieb aufgenommen und ist bei Bedarf schnell und unkompliziert um weitere Impfmodule erweiterbar oder reduzierbar. Es wäre auch einfach möglich, das Impfzentrum einfach zu einem Corona-Testzentrum zu erweitern, was aber bisher noch nicht vorgesehen ist.

PRESSEMELDUNG, Hamburger Ärzteblatt, 02/2021 (zum Vergrößern anklicken)